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Martin Pfennigschmidt - Hilfe, mein Kind bockt! Copyright 2009

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Hilfe mein Kind bockt - Erziehungstipps -

Wichtige Information:
Diese Seiten haben keine Verbindung mit dem Jugendamt Bramfeld. Hier geht es um einen Elternratgeber, den Sie bestellen und kaufen können.
Das Jugendamt Bramfeld erreichen Sie unter: (040) 42881 - 4076.

... aber lesen Sie gern weiter. Ich lade Sie ein!

 

Willkommen

... auf meiner Webpräsenz zu meinem Buch: "Hilfe mein Kind bockt"
Ich freue mich, Sie auf meiner Webseite begrüßen zu dürfen.

Hier gibt es Informationen und Ausschnitte meines neuen Buches.

Seit Anfang Oktober 2012 ist es veröffentlicht und über den Buchhandel erhältlich.
Es wird durch den DGVT-Verlag Tübingen herausgegeben.

www.dgvt-verlag.de

Vorwort – Einleitung

Liebe Leser, liebe Eltern, liebe Lehrer, liebe Pädagogen.

Warum so ein Buch und wer ich bin:

Ich arbeite seit inzwischen 30 Jahren mit Kindern und Jugendlichen zusammen, berate Eltern und Familien speziell im Hinblick auf Jugendhilfe und Erziehungsschwierigkeiten und habe meine berufliche Ausrichtung auf Erziehung und sozialen Umgang gerichtet.

Mir fiel insbesondere in den letzten Jahren auf, dass es einen sehr großen Informationsbedarf von Eltern, Lehrern und Pädagogen gibt, wie die Jugendhilfe funktioniert und wie das Jugendamt arbeitet.

Damit sind alle Leistungen des Jugendamtes für Familien gemeint. Wie man zum Beispiel Hilfen zur Erziehung der eigenen Kinder beantragt und unter welchen Umständen die Chancen steigen, diese gewünschten Hilfen auch bewilligt zu bekommen.

Zudem möchte ich aufräumen mit der seit Urzeiten bestehenden Angst vor der gewaltsamen Herausnahme von Kindern aus dem Elternhaus.

Ich lade Sie alle ein zu einem Rundgang durch das Jugendamt, beschreibe detailliert die wesentlichen internen Vorgänge, die rechtlichen Hintergründe und Abläufe im Jugendhilfesystem.

Des Weiteren gibt es in diesem Buch Informationen darüber, was passiert, wenn Jugendliche wegen Straftaten oder strafbaren Handlungen bei der Polizei eine Anzeige bekommen, welche Funktion die Jugendgerichtshilfe hat und Ihre jugendlichen Kinder bei einem Jugendgerichtsprozess unterstützen kann.


Mit diesem Buch verfolge ich verschiedene Ziele:

Einerseits möchte ich mein Wissen und meine Empfehlungen einer größeren Gruppe von Eltern zur Verfügung stellen, als nur dem Kreis, den ich durch meine Beratungen erreiche.

Ich bin davon überzeugt, dass es sehr viele Eltern gibt, die eine Menge Fragen haben, ähnliche Sorgen und Probleme in der eigenen Familie wahrnehmen, unter ihnen leiden, aber sich nicht trauen, Beratung zu suchen, aus Furcht vor Bewertungen ihrer selbst, ihrer Familie, aus Furcht vor Repressalien und Unannehmlichkeiten.

Ihnen allen da draußen möchte ich Mut machen, sich zu informieren, und mit mir gemeinsam in diesem Buch hinter die Kulissen verschiedener Institutionen zu schauen, in die man ohne Weiteres nicht hineinkommt.


- Wir räumen gemeinsam auf. Schauen Sie Ihr Kind mal genauer an und untersuchen, hinterfragen sein Verhalten. Woher kommt die sichtbare Wut, warum glauben Sie, hat sich Ihr Kind diese ganz spezielle Verhaltensweise angewöhnt? Hier geht es ins Eingemachte der eigenen Familie. Es geht aber nicht um Fehler, sondern um negative Ursachen, negative Umstände, Auslöser, die gut helfen können, zu begreifen, warum es soweit gekommen ist. Dann ist es leicht, gute Ideen zu entwickeln, die akute Not zu entspannen und zu beenden.


- Sie schauen mit mir gemeinsam genauer in das Schulsystem hinein, werden über Angebote informiert, die es in der Schule neben dem reinen Lernen noch gibt. Zudem gibt es hier rechtliche Hintergrundinfos aus dem Schulgesetz. Wissen Sie eigentlich, was in Schulen so alles passiert? Wissen Sie, wie und unter welchen Bedingungen Lehrerinnen und Lehrer arbeiten? Hier erfahren Sie es.

- Ich zeige Ihnen Hintergründe zum System Jugendamt, Sie lernen die unterschiedlichen Formen der Jugendhilfe kennen, zudem erfahren Sie von den Aufgaben des Jugendamtes und erhalten einen Überblick über Ihre Rechte als Eltern.

- Was passiert alles, wenn ihr Kind straffällig geworden ist. Wo haben Sie noch Einfluss, wie können Sie Ihr Kind unterstützen Auch ein Bereich, in dem viele Fragen existieren und ich wesentliche Informationen vermitteln möchte.



Andererseits möchte ich Sie ermuntern, das Heft wieder in die Hand zu nehmen, wie man so sagt.

Als Eltern sind Sie diejenigen, die immer wieder – ob zu Recht oder nicht – zur Verantwortung gezogen werden, wenn Ihre Kinder negativ auffallen.

Also sind Sie auch UNBEDINGT diejenigen, die ansagen, was passiert und nicht Ihre Kinder. Kinder können mitbestimmen, nicht bestimmen! Eltern tragen die Verantwortung, nicht die Kinder.

Das Buch wird gespickt sein mit Tipps und Hinweisen hierzu. Glauben Sie mir. Sie sind nicht allein. Es gibt so viele Eltern aus allen gesellschaftlichen Schichten, die in die Situation geraten, mit dem Verhalten ihrer Kinder teilweise überfordert zu sein. Es gibt so viele Familien, die mit wenigen Tipps die Schwierigkeiten zuhause perfekt meisterten, aber eben erst nach Kenntnis der Tipps und Empfehlungen.

Oft glaubt man, allein zu sein mit seinen Problemen, festgefahren. Man ist überzeugt: Nichts geht mehr. Alle anderen wirken so perfekt, keiner hat Probleme, alle anderen machen es besser als man selbst.

Das stimmt nicht!

Die wenigsten Eltern reden freiwillig über Probleme, meistens wird es vertuscht, unter dem Tisch gehalten. Keiner soll sehen, dass man Schwierigkeiten hat.

Weil das alle so machen, fallen nur noch die auf, bei denen das anfangs kleine Problem zu einem Flächenbrand geworden ist und nicht mehr vertuscht werden kann. Und über diese Familien wird dann so gerne getratscht. Was für ein Unsinn. Wie ungerecht!

In allen verschiedenen Arbeitsfeldern, in denen ich bisher gearbeitet habe, fiel mir auf, dass die meisten aller sozialen Schwierigkeiten, mit denen wir alle immer wieder zu kämpfen haben, ihren Ursprung in fehlender Information, und in fehlender Kommunikation haben.

Kinder bekommen oft nicht genau gesagt, was sie dürfen und was nicht, Erwachsene sind oft unklar, streiten sich mit ihren Kindern nicht um die aktuelle Sache, sondern unterschwellige Stimmungen und ungeklärte vorherige Streitigkeiten verhindern eine sachliche Klärung der aktuellen Situation.

Es wird nicht alles an- und ausgesprochen, und man geht mit unguten Gefühlen und ohne konkrete Vereinbarungen oder Lösungen auseinander. Beim nächsten Streit spielen alle alten Ärgernisse wieder mit und man kommt viel schwerer voran.

Zudem haben wir alle - Erwachsene wie Kinder - eine Tagesform, die mal besser und mal schlechter ist. Darüber reden wir allerdings nicht, sondern erwarten automatisch Rücksicht, und es entsteht die Gefahr, von anderen missverstanden zu werden und selbst nicht zu verstehen.

Den anderen verstehen und selbst verstanden zu werden, ist jedoch das Wichtigste am gemeinsamen Reden.

Und selbst sicher in dem zu sein, was man vom Gesprächspartner will, bewirkt bei Verhandlungen auch immer eine klare Sprache und entscheidet oft, wer bekommt, was er will und wer nicht.

Intelligente Kinder suchen sich für Verhandlungen mit Ihren Eltern immer den geeigneten Moment aus, in dem die Chancen gut stehen, das erreichen zu können, was sie wollen. In dieser Hinsicht sind unsere Kinder schon früh sehr bewandert und haben ein gutes Gespür.

Machen Sie es ihnen gleich und bestimmen Sie gute Momente für Verhandlungen, Planungen und familiäre Konzepte.

Und jetzt genug der Vorrede. Auf geht´s!

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